
Mit einer jährlichen Produktion und einem Verbrauch von fast 600 kt Wasserstoff ist die seeländische Industrie führend in den Benelux-Ländern. Da der Löwenanteil dieses Wasserstoffs immer noch mit Erdgas hergestellt wird, wird dabei viel CO₂ freigesetzt. Grüner Wasserstoff wird in den kommenden Jahren Erdgas ersetzen und eine entscheidende Rolle bei der drastischen Reduzierung der CO₂-Emissionen im Südwesten der Niederlande spielen.
Grüner Wasserstoff in Terneuzen und Vlissingen
VlissingenVoltH2 sieht zwei grüne Wasserstoffanlagen vor, eine in Terneuzen und eine in . Jede dieser beiden Anlagen wird ab 2026 jährlich etwa 2.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und damit etwa 17 kt CO₂-Emissionen vermeiden. In einer zweiten Phase, die im Jahr 2028 beginnt, werden die Anlagen von 25 MW auf 125 MW aufgestockt, wodurch jährlich 10 000 Tonnen grüner Wasserstoff produziert und etwa 85 kt CO₂ eingespart werden.
Ein Beitrag zur Verringerung der CO₂-Emissionen für die lokale Industrie und den Schwerlastverkehr war die erste Voraussetzung für die Beantragung des Just Transition Fund. VoltH2 erhält für die beiden Anlagen zusammen 20 Mio. EUR.
Zwei 150-kV-Verbindungen mit Umspannwerken
Eine notwendige Voraussetzung für die grüne Wasserstoffproduktion ist ein Stromanschluss mit ausreichender Kapazität. Just Transition Fund VoltH2 plant mit der Unterstützung der, zwei 150-kV-Anschlüsse mit Umspannwerken zu bauen.
n Vlissingen Die Kosten sind hoch, da der Weg zum Hochspannungsumspannwerk lang ist und Bohrungen erforderlich sind, um Deiche, Straßen, Eisenbahnlinien und andere Kabel und Rohrleitungen zu überqueren.
In Terneuzen befinden sich das Wasserstoffwerk und das bestehende Hochspannungsumspannwerk sogar auf verschiedenen Seiten des Kanals, wo die Verbindung den Kanal Gent-Terneuzen kreuzen soll. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass einige kleinere Unternehmen in der Nähe von VoltH2 ebenfalls relativ einfach einen Anschluss an dieses Kabel erhalten können.